Symptome und Ursachen
 
Pferde in freier Wildbahn fressen oder fraßen ca. 16 Stunden am Tag silikatreiches hartes Gras und nutzen dabei ihr Gebiss gleichmäßig ab. Unsere Reitpferde stehen meist auf üppigen fetten Weiden mit weichem, mehr oder weniger rohfaserreichen Gräsern oder sie stehen in Boxen und werden 2 – 3 x täglich gefüttert.

Die heutige Pferdehaltung und andere Faktoren tragen dazu bei, dass sich Unregelmäßigkeiten am Pferdegebiss einstellen.

Die Pferdezucht liefert hübsche kleine Köpfe, möglicherweise Ursache für Zahnprobleme, die bereits im jungen Alter mit dem Zahnwechsel beginnen können.

Aus diesen Gründen sollte jeder Pferdebesitzer die Zahngesundheit seines Vierbeiners nicht auf die leichte Schulter nehmen und mindestens 1 x im Jahr die Zähne seines Pferdes von einem Fachmann untersuchen und ggf. behandeln lassen. Wie schon erwähnt, kann es bereits beim jungen Pferd zu Problemen im Zahnwechsel kommen, die im weiteren Verlauf zu pathologischen Gebißveränderungen der Pferde führen können. Bei frühzeitiger Korrektur dieser Veränderungen können häufig pathologische Zustände des Pferdegebisses verhindert oder minimiert werden.

Einige Symptome/Hinweise für das Vorliegen von Problemen in der Maulhöhle:

Schlechter Ernährungszustand trotz guter Fütterung
Kauen mit offenem Maul
Verlieren von Futter
Schlechte Futteraufnahme
Maulgeruch
Kotwasser/Durchfall
Auftreibungen an Ober- u. Unterkiefer vor allem beim jungen Pferd
Tränende Augen beim jungen Pferd
Wickelkauen
Rittigkeitsprobleme
Nasenausfluss, meist einseitig und stinkend
Langfaseriger Kot
Wiederholte Koliken

Einige Ursachen für die oben genannten Symptome:

Messerscharfe Kanten an den Backenzähnen
Überzählige Zähne
Meißelzähne
Wellen- oder Treppengebiss
Lockere oder frakturierte Zähne
Zahnfleischentzündung
Futtereinspießung in Zahnfleischtaschen
Mechanische Störung durch Treppen oder Stufen
Störungen beim Zahnwechsel
Überbiss/Unterbiss
Wolfszähne
Schleimhautverletzungen
Zahnstein